EMT Tonarme
 

EMT 938

Der EMT 938 ist nicht nur der "kleine Bruder" des EMT 948, sondern auch der letzte von EMT gebaute Plattenspieler. Eine ständig größer werdende Anzahl Privatsender mit immer kleinerem Budget erforderte die Entwicklung eines Plattenspielers mit attraktivem Preis trotz EMT-Qualität.

Es bot sich an, vorhandene Technik zu übernehmen und so Entwicklungskosten zu sparen. Das Ergebnis war ein Gerät, das die selbe Technik verwendete, die sich bereits beim EMT 948 und im Falle der Audio-Technik sogar schon im EMT 950 bewährt hatte. Der Motor sowie die Elektronik wurden exakt vom EMT 948 übernommen. Allerdings wurde die Elekronik nicht mehr auf servicefreundlichen Steckkarten verteilt, sondern jeweils auf einer großen Printkarte vereint, so dass zwei große Printe (einer für Audio und einer für den Antrieb) übereinander im Geräteinneren zu finden sind. Diese wenig servicefreundliche Lösung ist weiter kein Problem, denn die Erfahrung zeigt, dass die Geräte äußerst langlebig sind.

Diese Langlebigkeit sichert den Geräten auch heute noch viele Freunde. Die kompakte Bauweise erhöht sehr den WAF (wife acceptance factor) wie die Akzeptanz der Geräte durch Lebensgefährtinnen auch scherzhaft genannt wird.

Wesentliche Unterschiede zu den großen Brüdern sind die nicht vorhandene Tonabnehmerbeleuchtung, die im Heimbereich eher keine Rolle spielt, die komplett schließende Staubschutzhaube, die nur bis zu 45° geöffnet werden kann oder komplett ausgesteckt werden muss, natürlich die kompakte Bauform, der fehlende "Rückwärtsgang" und für manche Hörer die Tatsache, dass im Eingang dem Tonabnehmer nicht mehr ein Übertrager gegenüber steht, sondern dass die Pegel- und Impedanzanpassung aktiv vorgenommen wird. Die große Anzahl der zufriedenen EMT 938-Besitzer zeigt, dass die Entwickler der aktiven Anpassung ihre Hausaufgaben gemacht hatten.

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